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Europäische Wildkatzen bei TIERART

Wildkatzen Emma & Paul

7.2.2020

Wildkatze bleibt Wildkatze

Emma und Paul kamen im November 2014 zu TIERART. Beide waren zuvor über einen Zeitraum von mehreren Monaten intensiv durch die Tierärztin und Wildkatzenspezialistin Dr. Francesca Saxler (Idar-Oberstein) versorgt worden.

Die beiden Wildkatzen sind keine Geschwister. Sie wurden unabhängig voneinander jeweils schwer verletzt und mehr tot als lebendig aufgefunden als sie noch sehr klein waren. Glücklicherweise haben sich beide gut erholt und konnten bei TIERART gemeinsam ein großes Außengehege beziehen.

Europäische Wildkatzen Emma & Paul bei TIERART

Wildkatze bleibt Wildkatze

Wildkatzen werden in der Regel nicht zutraulich. Schon die Jungtiere fauchen, kratzen, spucken und beißen, wenn man versucht, sie anzufassen. 

Bei Emma und Paul hatte jedoch die lange und intensive Pflege dazu geführt, dass sie sehr menschenbezogen geworden waren. Lange Zeit kamen sie sogar zum Schmusen und Spielen zu den Tierpflegern, wenn diese das Gehege betraten. Eine Wiederauswilderung erschien uns daher zunächst nicht möglich, da wir befürchten mussten, dass die beiden die Nähe zu Menschen suchen und dann ständig als vermeintlich „herrenlose Hauskatzen“ im Tierheim landen würden. Diesen Stress wollten wir den Wildkatzen unbedingt ersparen.

Zurück in die Freiheit

Mit der Zeit entwöhnten sie sich jedoch zunehmend von uns und versteckten sich tagsüber. Im Sommer 2016 konnten Emma und Paul schließlich doch zurück in die Freiheit entlassen werden.

Fakten über Wildkatzen

  • Wir kommen aus: Etwa die Hälfte der deutschen Wildkatzenpopulation lebt in den Wäldern von Rheinland-Pfalz
  • Am liebsten fressen wir: Mäuse
  • Wir sind: unzähmbar. Selbst wenn wir in menschlicher Obhut aufwachsen, verlieren wir nie vollkommen unsere Scheu.
  • Das sagen die Tierpfleger über uns: Die Aufzucht von Wildkatzen ist sehr kostenintensiv und schwierig. Die Tiere sind äußerst empfindlich gegenüber Stress, anfällig für Krankheiten und müssen unbedingt artgerecht ernährt werden. Sie bekommen etwa 80 % Mäuse und 20 % hochwertiges Fleisch.