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WIE ALLES BEGANN

zirkuswagen99 Die 4 Tiger Rangun, Medan, Sharif und Saida gehörten dem Staatszirkus der ehemaligen DDR und hatten 12 Jahre lang Großstädte in Deutschland bereist. Nach der Schließung des Zirkus waren sie mehr als ein Jahr lang in einem engen Käfigwagen auf einer Fläche von 2,50 m x 2,50 m eingesperrt. Rangun, der größte Tiger, konnte nicht einmal aufrecht in dem Zirkuswagen stehen. Da kein Zoo und kein Tierpark bereit war, sie aufzunehmen, stand ihre Tötung bevor.

Das Schicksal der Tiere gab den Anstoß, den Verein TIERART e.V. im Jahr 1999 zu gründen. TIERART e.V. hat die Tiger übernommen und auf dem Gelände des Vereins untergebracht, wo sie von einem ausgebildeten Großkatzen-Pfleger betreut wurden. Die Tiger lebten in der ruhigen natürlichen Umgebung der Station richtig auf, genossen ihr Außengehege und die Rückzugsmöglichkeiten, die zur Verfügung standen.

Medan-Sharif

Nachdem sich die Genehmigung für die geplante Großkatzenanlage unerwartet hinzog - teilweise durch Einsprüche von Bauern, die der Meinung waren, daß Tiger ihre Mastschweine anstecken könnten, mußten Rangun und Saida nach Holland zu Pantera umziehen.

Der Verein TierArt e.V. ist 6 Jahre lang für die Versorgung und Unterbringung von Saida und Rangun aufgekommen, die im hohen Alter von 20 und 18 Jahren gestorben sind.

Die Sumatra-Tigerin Medan und der Bengaltiger Sharif - nebenstehend abgebildet - konnten im Jahr 2000 an den Tierpark Walding in Österreich vermittelt werden.

Rangun99

 Nebenstehendes Foto von Rangun wurde in Maßweiler aufgenommen.