Landkreis Südwestpfalz 23.03.2016 - PIRMASENSER ZEITUNG

Über 60 Tiere in der Auffangstation Maßweiler – In Planung: Gehege für Luchse, Leoparden und Puma


Ins Herz geschlossen haben die Mitarbeiter der Tierauffangstation die kleinen Wildkatzen. Bis auf zwei werden sie wieder ausgewildert.(Foto: frei)

Ab Karfreitag bis einschließlich Ostermontag und dann an jedem Wochenende, samstags und sonntags, können Besucher wieder die Tierauffangstation des Vereins „Tierart“ in Maßweiler in einer Führung besichtigen. Treffpunkt ist immer um 11 Uhr vor dem Haupttor.

Derzeit leben in der Auffangstation mehr als 60 Tiere. „Wir haben unter anderem 24 Schafe, 20 Waschbären, fünf Rehe, vier Tiger, drei Füchse und fünf Wildkatzen“, berichtet die Biologin Eva Lindenschmidt (33) auf Anfrage der PZ. Weitere Gehege sollen entstehen. Eva Lindenschmidt: „Die letzten Baumfällarbeiten wurden gerade abgeschlossen. Gebaut wird jetzt ein Luchs-Gehege. Ziel wird sein, das die verletzten oder verwaisten Luchse, nach ihrer Rehabilitation, wieder ausgewildert werden.“
Auch in Planung: ein Gehege für Leoparden und Pumas. Eva Lindenschmidt: „Den Tieren in unserer Auffangstation geht es gut. Die Arbeit mit den Tieren macht sehr viel Spaß. Wir werden in diesen Tagen auch die Wasserbecken für unsere vier Tiger wieder auffüllen. Die Tiger lieben es zu schwimmen und im Wasser zu planschen.“ Ins Herz geschlossen haben die Tierart-Mitarbeiter fünf Wildkatzen, die in Maßweiler wieder aufgepäppelt worden sind. „Die Katzen heißen Paulchen, Emma, Sunny, Wonder und Ronja“, berichtet Eva Lindenschmidt. Weiter: „Wildkatzen unterliegen gesetzlichem Schutz. Sie stehen auf der Roten Liste als stark gefährdete Art. Bis auf Paulchen und Emma können alle Katzen wieder ausgewildert werden. Paulchen und Emma sind mittlerweile sehr zahm und zutraulich geworden. Sie würden den Kontakt zu Menschen suchen und dann eventuell im Tierheim landen.“
Paulchen und Emma werden jetzt auf Dauer in der Tierauffangstation in Maßweiler bleiben. Eva Lindenschmidt: „Jetzt haben die Besucher die Möglichkeit, einmal echte Wildkatzen zu sehen.“ (db)

Tiger beim Arztbesuch

Sendung SAT1 Live vom 14 Jan 2016

http://www.1730live.de/


Wildkatzen-Babys in der Tierauffangstation

Tausendste Teilnehmerin an Führungen begrüßt

Die Tierauffangstation in Maßweiler beherbergt jetzt auch zwei junge Wildkatzen. Weitere sollen folgen. (Foto: frei)

. Die Tierauffangstation stößt auf großes Interesse – bei Tieren und Menschen. Neben Waschbären, Füchsen und Schafen sind dort jetzt auch wieder Wildkatzen untergekommen. Außerdem konnte die tausendste Teilnehmerin an den Führungen begrüßt werden. „Tierart“-Vorsitzende Roswitha Bour sieht darin auch eine Anerkennung der Arbeit ihres Teams.

Die Besucher-Führungen an den Wochenenden sind ein voller Erfolg. Tierpflegerin Luise Reis überreichte der tausendsten Besucherin Catherine Brunner zum Dank einen Blumenstrauß. In diesem Monat besteht an Samstagen und Sonntage n noch die Möglichkeit die Tierauffangstation in Maßweiler zu besuchen. Die Führungen beginnen jeweils um 11 Uhr. Treffpunkt ist vor dem Haupttor. Die letzte Führung findet am 29. November statt. Im neuen Jahr ist die erste Führung an Karfreitag, 26. März 2016, sowie an allen Feiertagen und samstags und sonntags immer ab 11 Uhr.
„Gruppenführungen sind auch in den Wintermonaten prinzipiell bei entsprechender Wetterlage nach vorheriger telefonischer oder schriftlicher Anmeldung möglich“, betont die Tierart-Vorsitzende Roswitha Bour.
Die Tierauffangstation beherbergt derzeit auch zwei Wildkatzenbabys, die die Einrichtung von einer Tierärztin aus Idar-Oberstein bekommen hat. Eine Katze wurde von Passanten in einem Straßengraben abgemagert aufgefunden. Eine zweite wurde in Birkenfeld aufgegriffen. Beide Tiere wogen gerade noch etwa 500 Gramm. „Bei uns bekommen jede Katze täglich etwa 400 Gramm Fleisch“, berichtet die Biologin Eva Lindenschmidt (33) und freut sich, das die Tier mittlerweile zugenommen haben. Sie wiegen jetzt etwa ein Kilo. Diese „Herbstkatzen“, die ohne Mutter sind, werden im Frühjahr wieder in die Freiheit entlassen. Für Samstag hat eine Tierärztin zwei weitere Wildkatzen für die Tierauffangstation angekündigt.
Die Wildkatzenbestände in Rheinland-Pfalz sind, wie der Bund für Umwelt- und Naturschutz berichtet, etwas Besonderes und das aus zwei Gründen: Das geschützte Tier hat hier mit maximal geschätzten 3 000 Exemplaren sein größtes Vorkommen in Mitteleuropa. Außerdem hat sich in Rheinland-Pfalz die Wildkatze noch am wenigsten mit der Hauskatze vermischt und so die größte genetische Distanz zum Haustier behalten. Die Hauptverbreitungsschwerpunkte der Wildkatze liegen in der Eifel, im Hunsrück mit dem Idar- und Soonwald sowie dem Pfälzerwald. (db)

Pirmasenser Zeitung vom 12.11.2015

ZDF Drehscheibe mit Cara

Fängt bei Minute 44:00 an.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/428#/beitrag/video/2471682/drehscheibe-am-19-August-2015

NBC News / Cara

http://www.nbcnews.com/news/world/rescued-tigers-roam-luxury-ex-u-s-base-germany-n408391

Neue Heimat für Tiger in der Pfalz Von Oliver Hilt, dpa

Immer öfter stoßen Behörden auf Großwildkatzen, die in erbärmlichen Zuständen gehalten werden. In Rheinland-Pfalz bietet nun eine spezielle Aufnahmestation für Tiger Rettung in höchster Not.

 

Maßweiler (dpa) - Bela und Shahrukh lassen sich kaum vom Interesse der Fotografen beeindrucken. Zusammengekauert hat sich das Tigerpärchen in eine schattige Ecke des weitläufigen Geheges an einem Waldhang zurückgezogen. Bei hochsommerlichen Temperaturen ist ihnen eher nach Mittagsruhe. Seit wenigen Tagen ist eine Aufnahmestation im Pfälzer Wald auf dem Gelände eines ehemaligen US- Waffendepots beim Örtchen Maßweiler ihr neues Zuhause. Sie sind gemeinsam mit Tigerin Cara die ersten Bewohner einer neuen Auffangstation für Großwildkatzen. In absehbarer Zeit werden sie mit einem Tiger aus einem französischen Zirkus Bekanntschaft machen. Die vier Großkatzen stehen mit ihrem Schicksal beispielhaft dafür, warum sich die Tierschutzvereine Tierart und Vier Pfoten zu diesem in Deutschland - nach Betreiberangaben - bislang einzigartigen Projekt im Pfälzer Wald entschlossen haben. Es sei leider immer noch so, «dass die Tiere bei Privatpersonen im Hinterhof oder Hundezwinger sitzen oder in fahrenden Zirkussen ihr Leben in Lkw-Anhängern verbringen müssen», kritisiert Helmut Dungler, Gründer von Vier Pfoten. «Das Ganze ist Tierquälerei.» Bela und Shahrukh sind einem privaten Halter in Baden-Württtemberg von den Behörden entzogen worden, weil dieser nicht für artgerechte Haltung sorgte. Cara wurde zufällig von der italienischen Polizei bei einer Razzia in einer Garage entdeckt. Die Fälle häufen sich. «Die Polizei wird immer aktiver, nur keiner weiß, wohin mit den Tieren», sagt Dungler. Die Rettungsstation ist nun eine Anlaufadresse. Der Verein Tierart hat das Gelände nach dem Abzug der Amerikaner schon vor Jahren übernommen, viel Geld in Infrastruktur investiert, wie die Vorsitzende von Tierart, Roswitha Bour, berichtet.

25 Waschbären und 15 Füchse, für die eigens Höhlen gegraben wurden, bevölkern bereits das 14 Hektar große Gelände. Für die Großkatzenkäfige in der neue Auffangstation hat Vier Pfoten rund 1,1 Millionen Euro investiert. Der Verein Tierart hat mit Landeszuschüssen ein Gebäudedach für 100 000 Euro instand gesetzt.

Die Betreiber setzen auf gute Zusammenarbeit mit den Behörden, was die Kommunalvertreter zur Eröffnung ausdrücklich lobten. «Es geht nur über Vertrauen», gerade bei einer solchen Anlage, sagt Thomas Peifer, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben, zu der Maßweiler gehört. Der Ortsbürgermeister von Maßweiler, Herbert Semmel, erhofft sich gar touristische Impulse für die Kommune.

An großen Massenandrang denken die Betreiber indes kaum. Die Auffangstation solle kein Zoo werden, in dem Tiere gehalten werden, um sie zu zeigen, betont Dungler.

Geplant ist aber, die Anlage zu einem Lernort beispielsweise für Schulklassen zu machen. «Wir wollen Menschen erreichen, um für die Tiere etwas zu verändern», sagt Dungler.

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Mi, 05.08.2015 /
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Pirmasenser Zeitung vom 06.08.2015

Tierauffangstation freut sich auf vier Tiger

Raubkatzen beziehen im Juli in Maßweiler ihr Gehege

In wenigen Tagen bezieht der Bengalische Tiger „Cara“ in der Tierauffangstation in Maßweiler sein Gehege. (Foto: frei)

Von PZ-Mitarbeiter Dieter Becker

SüDWESTPFALZ. „Die Tigergehege sind fertig. Es sind nur noch einige Schönheitsarbeiten zu verrichten“, berichtet Roswitha Bour. Der erste Tiger, der in wenigen Tagen nach Maßweiler kommen wird, ist ein Bengalischer Tiger und hört auf den Namen „Cara“. „Cara wurde von einer Tierschutzorganisation in Neapel entdeckt“, berichtet die Tierschützerin im PZ-Gespräch: „Das Tier lebte in einem dunklen Raum auf etwa acht Quadratmetern, hatte keinerlei Bewegungsfreiheit.“

„Cara“ wurde schließlich gerettet, medizinisch versorgt und kam nach Deutschland. „Sie lebt seit etwa zwei Jahren in Hessen. Sie ist eine richtige Schmusekatze geworden, total verspielt. Ich habe mich richtig in sie verliebt“, gesteht die rüstige Tierschützerin: „Cara bekommt in Massweiler ein 1 000 Quadratmeter großes Gehege. Da kann sie sich mal richtig austoben.“ Besonders freut sich Roswitha Bour, das „Cara“ in Maßweiler erstmals auch andere Tiger sehen wird: „Sie hat niemals ihre Mutter gesehen, wurde mit der Flasche aufgezogen.“ Die drei anderen Tiger sind auch schon in Deutschland. Ihre Anreise nach Massweiler wird auch vorbereitet.

Aktuell leben in der Tierauffangstation in Maßweiler rund 20 Waschbären, 15 Jungfüchse und 30 Schafe. Neben den Tigern könnten laut Planung auch noch Luchse und Wölfe aufgenommen werden. Tierschützerin und Vereinsmitgründerin Roswitha Bour bedauert, dass „Wildtiere keine Lobby haben“ und wünscht sich mehr Unterstützung, auch von der Politik.

„Unser Verein hat deutschlandweit etwa 200 Mitglieder“, berichtet sie. Prominentestes Mitglied und Unterstützer der 1999 in Maßweiler gegründeten Einrichtung ist der Sänger, Liedermacher und Komponist Reinhard Mey („Über den Wolken“). „Wir suchen Tierpatenschaften und hoffen, das uns Kinder und Schulklassen besuchen werden. Wir möchten Kinder für den Tierschutz und die Wildtiere sensibilisieren“, betont die frühere Unternehmerin Roswitha Bour.

Aktuell werden die Tiere von drei Tierpflegern und einer Biologin betreut. Weiteres Personal soll noch im Sommer eingestellt werden, darunter ein Tierpfleger und ein Stationsleiter.

Roswitha Bour lebt nach eigenen Angaben sieben Tage in der Woche für den Tierschutz: „Mein Tag beginnt morgens um 5 Uhr und endet gegen 22 Uhr. Täglich bekomme ich etwa 15 Tiernotrufe aus ganz Deutschland. Dabei geht es unter anderem um gefundene Maulwürfe, Greifvögel, etc.“

Besonders freut sich die engagierte Tierschützerin, die daheim zehn Notfallkatzen pflegt, das in wenigen Tagen drei Waschbären von der Tierauffangstation Maßweiler aus in die Schweiz vermittelt werden konnten. „Drei Waschbären gehen, vier Tiger kommen. Es gibt viel zu tun. Ich liebe meine Arbeit“, sagt Roswitha Bour und betont ausdrücklich die hervorragende Zusammenarbeit mit der Stiftung „Vier Pfoten“, „für die wir sehr dankbar sind.“ (db)


Pirmasenser Zeitung vom 26.6.2015

Im Mai ziehen Tiger ein

27.3.15 Pirmasenser Zeitung

 

Pressemeldung Vier Pfoten vom 10.10.2014

Erster Spatenstich für Großkatzen-Rettungsstation in Rheinland-Pfalz
VIER PFOTEN und TIERART e.V. retten Tiger aus schlechter Haltung

Maßweiler / Hamburg, 10. Oktober 2014 – In Maßweiler in der Südwestpfalz wurde heute mit den Bauarbeiten an einer Großkatzen-Rettungsstation begonnen. Bei einem gemeinsamen Pressetermin stellten VIER PFOTEN –   Stiftung für Tierschutz und TIERART e.V. das Konzept der Rettungsstation vor. Dort sollen insbesondere Tiger aus Zirkussen oder schlechter Privathaltung ein neues Zuhause finden. Die Rettungsstation leistet schnelle Soforthilfe für Tiere in Notsituationen. Auf dem 14 Hektar großen Gelände des Vereins TIERART e.V. werden in der ersten Bauphase, die im Frühjahr 2015 abgeschlossen sein soll, zunächst drei Gehege gebaut. In einer zweiten Bauphase folgen weitere Gehege, in denen auch andere Großkatzen wie Jaguare und Leoparden einen Platz finden werden.

„Wildtiere haben im Zirkus nichts zu suchen. Verbindliche Regeln für ihre Haltung gibt es nicht, eine artgerechte Haltung ist schlicht unmöglich. Das Problem ist bekannt, doch die Bundesregierung legt weiter die Hände in den Schoß. Und das, obwohl der Bundesrat schon zwei Mal für ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen stimmte“, erklärt Helmut Dungler, Gründer und Präsident von VIER PFOTEN. In acht europäischen Ländern ist das Halten von Wildtieren im Zirkus dagegen bereits komplett verboten, so z.B. in Österreich, Griechenland und Belgien. In neun weiteren Ländern ist die Haltung von Wildtieren im Zirkus zumindest auf spezielle Tierarten eingeschränkt. „Wir fordern die Bundesregierung auf, das längst überfällige Wildtierverbot für Zirkusse endlich zu beschließen. Nur so kann die Tierquälerei gestoppt werden. Mit unserem Netzwerk verschiedener Rettungsstationen für Großkatzen und Bären schafft VIER PFOTEN echte Lösungen für diese notleidenden Tiere“, so Helmut Dungler.

Wie groß die Missstände besonders in der Zirkushaltung sind, zeigt eine aktuelle Kleine Anfrage der Grünen an die Bundesregierung. Demnach leben in Deutschland 148 Großkatzen in Zirkussen. Bei 895 Kontrollen seitens der Veterinärämter im Jahr 2011 wurden 409 Verstöße gegen Haltungsanforderungen von Tieren festgestellt.

Roswitha Bour, Vorsitzende des Vereins TIERART e.V.: „Unser Verein hat schon lange geplant, eine Rettungsstation für Großkatzen in Not aufzubauen. Mit VIER PFOTEN haben wir nun einen erfahrenen Kooperationspartner gewonnen – der Bau der Station beginnt also unter den besten Voraussetzungen.“ VIER PFOTEN unterstützt den Bau der Station finanziell und sorgt durch inhaltliche Beratung dafür, dass beste Tierschutz-Standards beim Bau der Großkatzen-Gehege berücksichtigt werden.

Langjährige Erfahrung bei der Rettung von Großkatzen
In Südafrika betreibt VIER PFOTEN das Großkatzen-Refugium LIONSROCK, in dem bereits über 100 Löwen, Tiger und andere Großkatzen ein artgemäßes Zuhause gefunden haben. In den Niederlanden hat VIER PFOTEN im Oktober 2013 die mittellose Rettungsstation „Stichting Pantera“ übernommen. Im Zuge der Übernahme hat VIER PFOTEN die Gehege umgebaut, zudem erhielt die Station den Namen FELIDA. Die neue Rettungsstation TIERART in Maßweiler soll Soforthilfe für Großkatzen in Not bieten und dazu beitragen, ein internationales Netzwerk für die Rettung von Großkatzen zu errichten.

Druckfähige Fotos vom ersten Spatenstich bei TIERART sowie vom Großkatzen-Refugium LIONSROCK in Südafrika und der Rettungsstation FELIDA in den Niederlanden stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung. Sendefähiges Videomaterial aus LIONSROCK und FELIDA ist ebenfalls zum Download vorhanden.

 

Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN setzt sich für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Mit nachhaltigen Kampagnen fordert VIER PFOTEN artgemäße Lebensbedingungen für Nutz-, Heim- und Wildtiere sowie ein Ende von Tierversuchen. Bären und Großkatzen aus katastrophaler Haltung finden in den VIER PFOTEN Schutzzentren ein tiergerechtes Zuhause. Orang-Utan-Waisen werden in der VIER PFOTEN Waldschule auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Die Streunerhilfe kastriert jährlich tausende Straßenhunde und -katzen in ganz Europa; die Tiernothilfe rettet Tiere in Krisengebieten. VIER PFOTEN wurde 1988 von Helmut Dungler in Wien gegründet. Das deutsche Büro unter der Leitung von Dr. Andrea Berg ist eine von weltweit 11 Niederlassungen und feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. VIER PFOTEN Deutschland ist Mitglied im Deutschen Spendenrat und im Bundesverband Deutscher Stiftungen. www.vier-pfoten.de

Maßweiler bald Zuhause für Tiger und Co.

Erster Spatenstich für Großkatzen-Rettungsstation - Zusammenarbeit von Verein Tierart und Stiftung "Vier Pfoten"

Von PZ-Mitarbeiterin Nadine Lang

Dieses Gebäude, das von den amerikanischen Streitkräften als Reparaturhalle für Lkw genutzt wurde, soll nun für den Innenbereich der Großkatzen-Rettungsstation umgebaut werden. (Foto: N. Lang)

. Bereits im April 2015 sollen Tiger und andere Großkatzen in Maßweiler ein neues Zuhause finden. Bis dahin muss eine komplette Anlage gebaut werden. Mit dem ersten Spatenstich wurde gestern der erste Schritt getan, die Bauarbeiten beginnen in der kommenden Woche.

Seit 14 Jahren gehört dem Verein Tierart e.V. bereits das Gelände, auf dem nun eine Großkatzen-Rettungsstation entstehen soll. Versteckt im Wald an der Straße von Thaleischweiler-Fröschen in Richtung Wallhalben bietet es auf 14 Hektar einen ruhigen Ort für das Vorhaben.
Ebenso lange verfolgt der Verein bereits das Projekt und hat mit der Stiftung für Tierschutz „Vier Pfoten“ „einen erfahrenen Kooperationspartner gefunden“, so die Vorsitzende Roswitha Bour. Auch die Genehmigungsverfahren hätten seine Zeit gebraucht. Jetzt aber stehe dem Projekt nichts mehr im Wege.
Durch die finanzielle Unterstützung von „Vier Pfoten“ wird nun eine Rettungsstation errichtet, die Löwen, Tigern und anderen Großkatzen in Not bis zu ihrer Weitervermittlung ein möglichst artgerechtes Zuhause bieten soll. Betroffen sind beispielsweise Tiere aus Zirkussen oder schlechter privater Versorgung. Die Haltung in Zirkussen sei in manchen Ländern bereits verboten, informierte Helmut Dungler, Gründer und Stiftungspräsident von „Vier Pfoten“. Sollte dies in Deutschland auch erreicht werden, brauche man solch eine Station um so dringender. „Durch die Kooperation mit Tierart haben wir hier die Chance, etwas für Tiere aufzubauen, die dringend ein neues Zuhause brauchen“, so Dungler. Für die Stiftung ist es nicht das erste Projekt dieser Art. Mit dem Hauptsitz in Wien betreibt sie unter anderem Büros in zehn Ländern und mehrere Schutzzentren – so auch das Großkatzenrefugium Lionsrock in Südafrika, in dem über 100 Großkatzen leben.
Doch neben der guten Unterbringung liegt es beiden Kooperationspartnern am Herzen, die Menschen für diese Tiere zu sensibilisieren und dadurch nachhaltige Effekte zu erzielen. Drei Tieren zu helfen, aber an anderer Stelle geht die schlechte Haltung weiter, solle nicht das Ziel sein, stellten sie klar.
Architekt Matthias Jung aus Pirmasens stellte die Baupläne vor. Diese sehen zwei Bauphasen vor. In der ersten Bauphase – Kosten rund 500 000 Euro – werden drei Gehege gebaut, zwei davon über 800 Quadratmeter groß. Ein altes 52 Meter langes Gebäude, das aus der Zeit der US-Streitkräfte stammt, wird für den Innenbereich der Auffangstation umgebaut.
Die Fläche der Station mit Innen- und Außengehege wird 1 705 Quadratmeter umfassen und mit einer Zaunanlage aus Elektrozaun und doppelt verzinktem Maschendrahtzaun gesichert werden. Die Arbeiten der ersten Bauphase beginnen bereits in der kommenden Woche und sollen, wenn alles nach Plan läuft, im April abgeschlossen sein. Ebenfalls im April sollen die ersten Tiere einziehen. Die Arbeiten für die erste Bauphase wurden bereits an Unternehmen aus der Region vergeben.
In einer späteren Bauphase soll die Anlage um weitere Gehege erweitert werden, in denen auch Jaguare und Leoparden untergebracht werden können. Ist die Station erst einmal fertig, soll sie auch Besuchern im Rahmen von geführten Touren an festgelegten Besuchstagen offen stehen.
Wie viele Tiere tatsächlich nach Maßweiler kommen, lässt sich allerdings nicht sagen, da es auch davon abhängig sei, ob Tiere miteinander vergesellschaftet werden können oder nicht, berichtet Roswitha Bour. Eines ist aber gewiss: eine Tigerin wartet bereits.

Pirmasenser Zeitung vom 11 Okt 2014

EIN WAISENHAUS IM WALD

SWR LANDESSCHAU RHEINLAND-PFALZ vom 16.04.14

'http://www.swr.de/-/id=13235158/nid=122144/pv=embedded/width=512/height=288/1ljhl7f/index.html'

FILMBEITRAG ZDF MITTAGSMAGAZIN

Thema Waschbären.

Zum Beitrag aus der Sendung vom 09.08.2013 geht es hier.

Um den Beitag zu sehen müssen Sie nach dem Link auf VIDEO - ZDF MITTAGSMAGAZIN MINUTE 51:25 GEHEN.

MORGENS GERNE AUF EINE MAUS ZU TIERART

Massweiler: Verein zeigt, was sich in den letzten Jahren auf dem Gelände getan hat - Füchse, Wildkatzen, Waschbären und Fledermäuse

In den vergangenen Jahren wurde auf dem ehemaligen Militärgelände zwischen Thaleischweiler-Fröschen und Maßweiler immens geschuftet: Eine Tierauffangstation des Vereins Tierart - kurz für Tier- und Artenschutz - sollte hier entstehen. Mittlerweile hat sich so viel auf dem Gelände getan, dass der Verein zu dem im Herbst angekündigten Rundgang einladen konnte (wir berichteten am 12. Oktober 2012). Wie die Vorsitzenden Roswitha Bour erklärte, habe man mit Absicht so lange gewartet: "Wir wollten ja schon etwas vorzeigen können." ...

 

Zum Artikel geht es hier.

 

Die Rheinpfalz - Nr. 169 vom 24.Juli 2013

RADIOBEITRAG ÜBER TIERART e.V. BEI RPR1

 

 

DER VEREIN TIERART MAßWEILER KÜMMERT SICH UM WILDTIERE ALLER ART

Mit ihrem Verein Tierart Maßweiler tritt Roswitha Bour für die Bedürfnisse von Wildtieren ein, um ihnen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Auf dem Vereinsgelände hat sie schon Bengal-Tiger beherbergt.

Zum Artikel geht es hier

 

Pfälzer Merkur 03.11.2012

“AUCH JEDES TIER HAT NUR EIN LEBEN"

Tierauffangstation Maßweiler: Arche Noah für misshandelte und gefährdete Tiere


Maßweiler. Wie die US-Armee das 14 Hektar große Gelände in der Nähe von Maßweiler nutzte, war während der Kalten Krieges Geheimsache. Was der Verein Tierart e. V dort seit Anfang der 90er Jahre treibt, ist kein Geheimnis, sondern eine bundesweit anerkannte Tierschutzeinrichtung, die hohes Ansehen in Fachkreisen genießt.

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Die putzigen Waschbären, die aus schwierigen Verhältnissen kommen, erhalten ihr Gnadenbrot. (Foto: Hartmann)

 

Stolz präsentiert die Vereinsvorsitzende Roswitha Bour die Dankschreiben vieler Tierschutzvereine, Veterinärämter und Tierfreunde, die das Engagement des 150 Mitglieder zählenden Vereins Tierart e.V., darunter auch so prominente wie der Liedermacher Reinhard Mey, loben, aber auch unterstützen. Wenn irgendwo ein geschundenes oder ausgesetztes Tier eine Bleibe braucht, aber keiner genau weiß wo, klingelt das Telefon bei Roswitha Bour und ihren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. "Jedes Tier, das gerettet werden kann, dem ist geholfen. Das macht uns stolz, denn jedes Tier hat auch nur ein Leben," sagt die Vorsitzende. "So kamen wir schon zu einer Gelbwangenschildkröte, einer Blaustirnamazone und anderen exotischen Tieren. Die haben wir jedoch weitervermittelt, denn wir können die hier nicht unterbringen. Wir haben nur die amtliche Genehmigung für Rehe, Wildkatzen, Füchse, Schafe und Waschbären." Mit einem Zoo oder Tierpark hat die Tierauffangstation gar nichts zu tun. In erster Linie geht es darum, die meist von Jägern und Veterinärämtern abgegebenen jungen Wildkatzen, Rehkitze und jungen Füchse bis zu ihrer Auswilderung in Gehegen unterzubringen, oder einfacher gesagt, zu retten. Damit die Wildtiere auch ausgewildert werden können, sei es wichtig, dass sie mit Menschen so wenig wie möglich in Kontakt kommen. Voraussetzung dafür sind große Gehege, die Rückzugsmöglichkeiten bieten, klärt Roswitha Bour auf. So wurde erst vor einigen Tagen das neue Wildkatzengehege, in das der Verein 20 000 Euro investierte, fertiggestellt. 3000 Quadratmeter groß ist das Rehgehege und die jungen Füchse sind in den beiden abseits gelegenen Fuchsgehegen fast unsichtbar. Die Wildkatzen, darunter auch zwei erst vor einigen Tagen aufgenommene Jungtiere, haben sich in dem naturnahen Gehege versteckt und behalten so ihre natürliche Scheu vor Menschen. Nicht so öffentlichkeitsscheu sind die 20 Heidschnucken und Schwarzkopfschafe, die sich auf dem Gelände tummeln und sofort angerannt kommen, um der Vorsitzenden Roswitha Bour die Leckerli aus der Hand zu fressen. Bei den Schafen handelt es sich um verwahrloste oder alte Tiere, die von Veterinärämtern beschlagnahmt und in Maßweiler abgegeben wurden. "Die kriegen hier ihr Gnadenbrot," klärt die Vorsitzenden auf, - nicht ohne den schmunzelnden Hinweis, dass die Schafe das als Schafstall umgebaute ehemalige Casino nutzen. Ein eigenes Kapitel sind die in zwei Gehege untergebrachten Waschbären. Sie wurden in ganz Deutschland von Veterinärbehörden beschlagnahmt oder von ehemaligen Haltern abgeben. Die putzigen im vergangenen Jahrhundert von Jägern eingeführten Tiere fühlen sich wohl und brauchen nicht zu befürchten, ausgewildert zu werden, weil dies in Deutschland verboten ist. Ausdrücklich verweist Roswitha Bour auf die gute Zusammenarbeit mit den Behörden, darunter auch das Veterinäramt und Bauabteilung der Kreisverwaltung Südwestpfalz. Vor ein paar Wochen hat der rheinland-pfälzische Tierschutzbeirat in Maßweiler getagt. Die Experten haben dem Verein bestätigt, dass das Projekt "Tier- und Artenschutzstation" ohne jede Einschränkung "sinnvoll, notwendig und deshalb auch förderungswürdig ist." Öffentliche Zuschüsse erhalte man leider nicht, bedauert die Vorsitzende, die es aber immer schafft, Sponsoren zu finden. Auf der Spenderliste stehen unter anderem die Pumpenfabrik KSB in Frankenthal und das schwäbische Weltunternehmen Stiehl. Auch das einheimische Handwerk profitiert von der Einrichtung. So flossen in den letzten Jahren tausende Euros in den Bau der Gehege, in die Modernisierung der Wasser- und Stromleitungen, aber auch in die Sanierung der Fenster und Dächer der Gebäude. Absolut verlassen kann sich die Vorsitzende dabei auch auf ihre Mitarbeiter und Vorstandskollegen, die sich zeitaufwendig für den Tierschutz ehrenamtlich engagieren und so auch den bundesweit gute Ruf der Tierschutzeinrichtung bei Maßweiler weitertragen. (hh) - Das Spendenkonto: VR-Bank Südpfalz, Konto 106505287, BLZ 54862500. Der Verein ist gemeinnützig. Spenden und Beiträge sind steuerlich absetzbar.

© Copyright Pirmasenser Zeitung * Mittwoch, 07. November 2012

MIT EINEM TAG DER OFFENEN TÜR,

voraussichtlich im Frühjahr, möchte der Verein "Tierart" zeigen, was sich in den vergangenen beiden Jahren auf dem ehemaligen US-Gelände zwischen Maßweiler und dem Wallhalbtal verändert hat. 100 000 Euro hat der Verein in den vergangenen zwölf Monaten in neue Gehege investiert, weitere sind schon geplant (wir berichteten gestern kurz). Seit April kümmert sich eine Tier- und Landschaftspflegerin um die Station. Wer möchte, kann ehrenamtlich mithelfen oder eine Patenschaft für Tiere übernehmen.

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DIE RHEINPFALZ - Nr. 237, 11 Oktober ´12

GUTER SAMMLER, SCHLECHTER JÄGER

In freier Wildbahn leben Waschbären verborgen, sodass sie sich in Deutschland zunächst recht unbemerkt ausgebreitet haben. Während die Kleinbären heute in mehreren Bundesländern beachtliche Populationen bilden, stecken sie in Rheinland-Pfalz in der Pionierphase.

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DIE RHEINPFALZ - Nr. 301, 29 Dezember ´09

GEHEGE ERNEUERT

Auszug aus dem Artikel der RHEIN MAIN PRESSE vom 11.6.2007

Wegen der von Beginn an zeitlich befristeten Unterbringung der beiden Tiger in Lübeck hatte der Verein "Tierart" als Kooperationspartner des Rüsselsheimer Tierheims bereits Ende 2006 damit begonnen, das Großkatzengehege in Rüsselsheim zu modernisieren und hierfür Kosten in Höhe von EUR 12.000,00 übernommen.


TIERPARK IN ISRAELSDORF NIMMT GESTRAUCHELTE RAUBKATZEN AUF

Zwei Tiger für Lübeck

1. Lübecker Wochenspiegel vom 4. Mai 2006

ISRAELSDORF. Der Lübecker Tierpark hat eine neue Attraktion: Zwei bengalische Tigerweibchen sind am Freitagabend in den Zoo in Israelsdorf eingezogen. Es ist das Ende einer langen, schmerzvollen Reise, die die Tiere beinahe das Leben gekostet hätte.

Im Süden Frankreichs hatte man sie gefunden, die beiden Tiger-Damen Natacha und Gandi. Weil ihm das Geld für den Unterhalt der Tiere ausgegangen war, hatte der Zirkus die Tiger in einem Lkw zurückgelassen. Niemand wollte die Tiere aufnehmen, nach einigen Monaten ordneten die Behörden sogar an, die vierjährigen Raubkatzen einzuschläfern - obwohl die Art vom Aussterben bedroht ist.

Nach langem Suchen fand die Brigitte-Bardot-Foundation in Zusammenarbeit mit dem Verein Tierart e.V. schließlich eine neue Heimat für die beiden Tiere. Am vergangenen Samstag präsentierten Mitarbeiter der Stiftung sowie des Vereins der Öffentlichkeit die beiden Katzen in ihrem neuen Zuhause - und sparten auch grausige Details aus dem Vorleben der Tiger nicht aus. “Im Zirkus wurden den beiden die Krallen gezogen, und auch die Zähne hat man ihnen abgeschliffen, um sie weniger gefährlich zu machen", erklärt Roswitha Bour vom Verein Tierart. Durch besonders schwierige Tier-Rettungen hat sich der Verein in Europa einen Namen gemacht.

Auf ein Jahr befristet ist die Genehmigung der Hansestadt Lübeck, Natacha und Gandi in Israelsdorf aufzunehmen. Danach müssen die beiden Damen noch einmal umziehen. Derzeit baut der Verein Tierart eine Tigeranlage, die zum endgültig letzten Zuhause der beiden Raubkatzen werden soll. Um den Unterhalt der Tiere bis dahin zu sichern, übergab der Verein eine Spende in Höhe von 1000 Euro an Lübecks Tierpark-Chef Günther Lehmensiek.


TIERART RETTET ZWEI LEOPARDEN AUS NEPAL

Massweiler/ Wuppertal: Verein bemüht sich zwei Jahre um Vermittlung

Nach fast zweijähriger Arbeit ist es dem Maßweiler Verein Tierart gelungen, alle bürokratischen Hindernisse zu überwinden und zwei Leoparden-Waisen aus Nepal nach Deutschland zu holen. Gestern wurden sie dem Zoo Wuppertal übergeben.

Sogar Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat sich eingeschaltet, um die Ausfuhr der Tiere zu ermöglichen. Er hat ihnen gestern auch Namen gegeben: das männliche Jungtier heißt nun Bhagya Mani (der Glückliche), das weibliche Bhrikuti Tara (wie eine nepalische Prinzessin). Wie Heike Finke, Vorsitzende des Vereins Tierart, erklärte, wurden die Elterntiere von Wilderern erschossen. Die deutsche Entwicklungshelferin Angie Schumacher hatte das männliche Leopardenkind gefunden und aufgezogen, das weibliche wurde von Rangern in einem Nationalpark entdeckt. Da es sich um Flaschenkinder handelt, die an Menschengewohnt sind, war es nicht möglich, sie in die Wildbahn zu setzen. In Nepal war ihre Versorgung gefährdet wegen der bürgerkriegsähnlichen Zustände. Der überfüllte Zoo von Kathmandu wollte sie ebenso wenig nehmen wie die Nachbarländer. So habe sich Tierart des Falles angenommen und zeit-und geldaufwändige Genehmigungsverfahren angestrengt, um die Tiere ausführen zu können. Es sind indische Leoparden (Panthera pardus pernigra), vom Aussterben bedroht, die bislang in Zoos nicht gehalten werden. Aufstände und Generalstreiks erschwerten den Transport in Nepal, so daß ein Teil des Wegs mit Militärkonvoi und einem von Tierart finanzierten Flugzeug bewerkstelligt werden mußte. Etwa 5000 Euro, so Finke, hat der Verein in die Rettungsaktion gesteckt.

Die Rheinpfalz - Nr. 70 vom 2. April 2004

 

TIERART VERMITTELT TIGER-RETTUNG

Katzen aus England vorerst in Holland

Maßweiler. Der Tierschutzverein Tierart, der in Maßweiler eine Tierauffangstation plant, hat vergangene Woche in einer spektakulären Rettungsaktion sechs Tiger und zwei Jaguare aus England vor dem sicheren Tod gerettet. Jetzt versucht der Verein eine Unterbringung für die Katzen zu finden. Vorerst sind sie in einer holländischen Station untergebracht. Kosten für den Transport. Rund 5 000 Euro.

"Das war kurz vor knapp", berichtet Roswitha Bour, Vorstandsmitglied bei Tierart gegenüber der PZ über die Rettung. Schon seit dem Frühjahr hätten die Tiere, die in einer völlig verdreckten ehemaligen Bärengrube eines südwestenglischen Tierparkes dahin vegetierten, eigentlich getötet werden müssen, so die Auflagen der britischen Behörden. Erst in letzter Sekunde ist es Tierart gelungen, den Transport in die holländische Station zu organisieren. "Das ist ein Beispiel dafür, dass die geplante Auffangstation in Maßweiler notwendig ist", meint Heike Finke, Vorsitzende bei Tierart. Die freien Plätze in Holland seien eine glückliche Fügung gewesen.

Pirmasenser Zeitung vom 20.08.2002
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