GUTER SAMMLER, SCHLECHTER JÄGER

In freier Wildbahn leben Waschbären verborgen, sodass sie sich in Deutschland zunächst recht unbemerkt ausgebreitet haben. Während die Kleinbären heute in mehreren Bundesländern beachtliche Populationen bilden, stecken sie in Rheinland-Pfalz in der Pionierphase.

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DIE RHEINPFALZ - Nr. 301, 29 Dezember ´09

GEHEGE ERNEUERT

Auszug aus dem Artikel der RHEIN MAIN PRESSE vom 11.6.2007

Wegen der von Beginn an zeitlich befristeten Unterbringung der beiden Tiger in Lübeck hatte der Verein "Tierart" als Kooperationspartner des Rüsselsheimer Tierheims bereits Ende 2006 damit begonnen, das Großkatzengehege in Rüsselsheim zu modernisieren und hierfür Kosten in Höhe von EUR 12.000,00 übernommen.


TIERPARK IN ISRAELSDORF NIMMT GESTRAUCHELTE RAUBKATZEN AUF

Zwei Tiger für Lübeck

1. Lübecker Wochenspiegel vom 4. Mai 2006

ISRAELSDORF. Der Lübecker Tierpark hat eine neue Attraktion: Zwei bengalische Tigerweibchen sind am Freitagabend in den Zoo in Israelsdorf eingezogen. Es ist das Ende einer langen, schmerzvollen Reise, die die Tiere beinahe das Leben gekostet hätte.

Im Süden Frankreichs hatte man sie gefunden, die beiden Tiger-Damen Natacha und Gandi. Weil ihm das Geld für den Unterhalt der Tiere ausgegangen war, hatte der Zirkus die Tiger in einem Lkw zurückgelassen. Niemand wollte die Tiere aufnehmen, nach einigen Monaten ordneten die Behörden sogar an, die vierjährigen Raubkatzen einzuschläfern - obwohl die Art vom Aussterben bedroht ist.

Nach langem Suchen fand die Brigitte-Bardot-Foundation in Zusammenarbeit mit dem Verein Tierart e.V. schließlich eine neue Heimat für die beiden Tiere. Am vergangenen Samstag präsentierten Mitarbeiter der Stiftung sowie des Vereins der Öffentlichkeit die beiden Katzen in ihrem neuen Zuhause - und sparten auch grausige Details aus dem Vorleben der Tiger nicht aus. “Im Zirkus wurden den beiden die Krallen gezogen, und auch die Zähne hat man ihnen abgeschliffen, um sie weniger gefährlich zu machen", erklärt Roswitha Bour vom Verein Tierart. Durch besonders schwierige Tier-Rettungen hat sich der Verein in Europa einen Namen gemacht.

Auf ein Jahr befristet ist die Genehmigung der Hansestadt Lübeck, Natacha und Gandi in Israelsdorf aufzunehmen. Danach müssen die beiden Damen noch einmal umziehen. Derzeit baut der Verein Tierart eine Tigeranlage, die zum endgültig letzten Zuhause der beiden Raubkatzen werden soll. Um den Unterhalt der Tiere bis dahin zu sichern, übergab der Verein eine Spende in Höhe von 1000 Euro an Lübecks Tierpark-Chef Günther Lehmensiek.


TIERART RETTET ZWEI LEOPARDEN AUS NEPAL

Massweiler/ Wuppertal: Verein bemüht sich zwei Jahre um Vermittlung

Nach fast zweijähriger Arbeit ist es dem Maßweiler Verein Tierart gelungen, alle bürokratischen Hindernisse zu überwinden und zwei Leoparden-Waisen aus Nepal nach Deutschland zu holen. Gestern wurden sie dem Zoo Wuppertal übergeben.

Sogar Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat sich eingeschaltet, um die Ausfuhr der Tiere zu ermöglichen. Er hat ihnen gestern auch Namen gegeben: das männliche Jungtier heißt nun Bhagya Mani (der Glückliche), das weibliche Bhrikuti Tara (wie eine nepalische Prinzessin). Wie Heike Finke, Vorsitzende des Vereins Tierart, erklärte, wurden die Elterntiere von Wilderern erschossen. Die deutsche Entwicklungshelferin Angie Schumacher hatte das männliche Leopardenkind gefunden und aufgezogen, das weibliche wurde von Rangern in einem Nationalpark entdeckt. Da es sich um Flaschenkinder handelt, die an Menschengewohnt sind, war es nicht möglich, sie in die Wildbahn zu setzen. In Nepal war ihre Versorgung gefährdet wegen der bürgerkriegsähnlichen Zustände. Der überfüllte Zoo von Kathmandu wollte sie ebenso wenig nehmen wie die Nachbarländer. So habe sich Tierart des Falles angenommen und zeit-und geldaufwändige Genehmigungsverfahren angestrengt, um die Tiere ausführen zu können. Es sind indische Leoparden (Panthera pardus pernigra), vom Aussterben bedroht, die bislang in Zoos nicht gehalten werden. Aufstände und Generalstreiks erschwerten den Transport in Nepal, so daß ein Teil des Wegs mit Militärkonvoi und einem von Tierart finanzierten Flugzeug bewerkstelligt werden mußte. Etwa 5000 Euro, so Finke, hat der Verein in die Rettungsaktion gesteckt.

Die Rheinpfalz - Nr. 70 vom 2. April 2004

 

TIERART VERMITTELT TIGER-RETTUNG

Katzen aus England vorerst in Holland

Maßweiler. Der Tierschutzverein Tierart, der in Maßweiler eine Tierauffangstation plant, hat vergangene Woche in einer spektakulären Rettungsaktion sechs Tiger und zwei Jaguare aus England vor dem sicheren Tod gerettet. Jetzt versucht der Verein eine Unterbringung für die Katzen zu finden. Vorerst sind sie in einer holländischen Station untergebracht. Kosten für den Transport. Rund 5 000 Euro.

"Das war kurz vor knapp", berichtet Roswitha Bour, Vorstandsmitglied bei Tierart gegenüber der PZ über die Rettung. Schon seit dem Frühjahr hätten die Tiere, die in einer völlig verdreckten ehemaligen Bärengrube eines südwestenglischen Tierparkes dahin vegetierten, eigentlich getötet werden müssen, so die Auflagen der britischen Behörden. Erst in letzter Sekunde ist es Tierart gelungen, den Transport in die holländische Station zu organisieren. "Das ist ein Beispiel dafür, dass die geplante Auffangstation in Maßweiler notwendig ist", meint Heike Finke, Vorsitzende bei Tierart. Die freien Plätze in Holland seien eine glückliche Fügung gewesen.

Pirmasenser Zeitung vom 20.08.2002
Copyright 1996-2002 Pirmasenser Zeitung

 

TIERSCHUTZBEIRAT DES LANDES RHEINLAND-PFALZ

WWW.TIERSCHUTZBEIRAT.DE

Pressemitteilung

anläßlich der Sitzung des Tierschutzbeirates am 9. Mai 2001 auf dem Gelände der geplanten Tier- und Artenschutzstation in Massweiler

Der Tierschutzbeirat Rheinland befürwortet bereits seit etlichen Jahren die Errichtung einer Auffangstation für beschlagnahmte exotische Tiere. Die Erfahrung lehrt, daß es zwar immer einen Weg gibt, Hunde oder Katzen anderweitig unterzubringen, es jedoch so gut wie unmöglich ist, ad hoc eine Bleibe für Bären, Raubkatzen oder auch große Reptilien zu finden. Eine effiziente Arbeit der Tierschutz- und Artenschutzbehörden ist aber nur dann gewährleistet, wenn eine geeignete Unterbringungsmöglichkeit für beschlagnahmte Tiere besteht. Daneben kann der pädagogische Nutzen einer Tierauffangstation nicht hoch genug eingeschätzt werden, bietet sie doch eine hervorragende Gelegenheit, Kindern und Jugendlichen exotische Tiere und die Notwendigkeit ihres Schutzes näher zu bringen.

Der Tierschutzbeirat hat andererseits nie einen Zweifel daran gelassen, dass die Übernahme einer Art Geschäftsführung für ein solches Projekt außerhalb seiner Möglichkeiten und Kompetenzen liegt. Wir haben es daher sehr begrüßt, als sich engagierte ehrenamtlich tätige Personen im Jahre 1999 zu einem Trägerverein zusammengeschlossen haben. Der Erwerb des Konversionsgeländes in Massweiler im vergangenen Sommer erfolgte in dem Bestreben, sich die langfristige Nutzung eines geeigneten Geländes zu sichern. Die Mitglieder des Tierschutzbeirates (u.a. Tierärzte und Mitglieder von Tierschutzorganisationen) hatten heute Gelegenheit, soweit sie das Areal noch nicht kannten, sich davon zu überzeugen, dass es für den geplanten Zweck geradezu ideal ist. Allerdings finden wir es außerordentlich bedauerlich, daß sich der Fortgang der Angelegenheit offenbar verzögert hat. Im Interesse der guten Sache richtet der Tierschutzbeirat Rheinland-Pfalz die herzliche Bitte an die Behörden vor Ort, die engagierte Arbeit der Mitglieder von TIERART e.V. nach Kräften zu unterstützen. Die Verwirklichung des Projekts Tier- und Artenschutzstation wäre nicht nur ein Segen für die Tierschutz- und Artenschutzarbeit im Land Rheinland-Pfalz, sondern liegt zweifellos auch im Interesse der Region und ihrer Bürger, die angewandten Tierschutz dort hautnah miterleben könnten.

Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes:

DR. Helmut Stadtfeld (Vorsitzender)
Halfterweg 26
56412 Gackenbach
TEL.: 06439-900720
FAX: 06439-900722
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